Baufinanzierung

Die Baufinanzierung ist heute sicherlich die vom Umfang her größte Finanzierung, die Verbraucher im privaten Bereich vornehmen können. Meistens wird die Baufinanzierung auch als Immobilienfinanzierung bezeichnet, da natürlich nicht nur der Bau, sondern auch der Kauf eines Objektes finanziert werden kann.

Grundsätzlich werden am Markt verschiedene Formen der Baufinanzierung angeboten. Diese unterscheiden sich vor allem in der Struktur der Gesamtfinanzierung, also zum Beispiel in der Höhe des Eigenkapitals oder auch darin, welche Art von Darlehen genutzt werden. Eine Art „Muster-Baufinanzierung“, wie sie bei vielen Banken gerne gesehen ist sieht vor, dass rund 80 bis 85 Prozent der benötigten Gesamtsumme aus Fremdmitteln stammen (Kredite) und 15 bis 20 Prozent sollten Eigenkapital des Kunden sein.

Das Annuitätendarlehen als das am häufigsten genutzte Darlehen

Am häufigsten wird im Zuge einer Baufinanzierung das Annuitätendarlehen genutzt. Dieses Darlehen ist ein Immobilienkredit, der von den Banken vergeben wird und sich in erster Linie dadurch auszeichnet, dass eine jeden Monat gleich hohe Kreditrate zu zahlen ist. Diese auch als Annuität bezeichnete Rate teilt sich in den Zins- und den Tilgungsanteil auf.

Da meistens vierteljährlich eine Verrechnung der bereits geleisteten Tilgung vorgenommen wird, nimmt der Zinsanteil im Laufe der Zeit immer mehr ab, während der Anteil der Tilgung an der Annuität immer größer wird. Der Kunde kann beim Annuitätendarlehen fast immer wählen, ob er den Zinssatz für einen Zeitraum von fünf oder zehn Jahren festgeschrieben haben möchte, oder ob der Zinssatz sich bei Änderungen am Markt anpassen soll (variabler Zinssatz). Abgesichert wird das Annuitätendarlehen stets durch eine Grundschuld bzw. eine Hypothek.

Baufinanzierungs-Vergleich von Annuitätendarlehen

Wo Bauherren besonders zinsgünstige Baufinanzierungen bekommen können, zeigt unser Vergleich von Immobilienkrediten:

Kreditanbieter Effektiver
Jahreszins laut Bank*
Minimale
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Prüfung
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Weitere ausgewählte Immobilienkredite:
sehr niedriger Zins* 25.000 € objekt-
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1 – 30 Jahre nach
Prüfung
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k.A. der Bank* 3.500 € objekt-
abhängig
1 – 20 Jahre nach
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k.A. der Bank* 25.000 € objekt-
abhängig
10 – 30 Jahre nach
Prüfung
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k.A. der Bank* 25.000 € objekt-
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5 – 25 Jahre nach
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k.A. der Bank* 2.500 € objekt-
abhängig
12 – 180 Monate nach
Prüfung
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* Mindestangaben und repräsentatives Beispiel gemäß der EU-Verbraucherkreditrichtlinie werden auf der entsprechenden Detailseite vorgestellt.
“K.A. der Bank” = “Keine Angaben der Bank”, d.h., dass uns seitens der Bank diese Informationen noch nicht zur Verfügung gestellt wurden. Wir ergänzen diese, sobald sie uns vorliegen.
Alle Informationen haben wir nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Sie sind jedoch ohne Gewähr.
Stand: 19.06.2013

Das endfällige Darlehen als Kreditalternative

Ebenfalls häufiger wird das endfällige Darlehen im Zuge einer Baufinanzierung genutzt. Der Unterschied zum Annuitätendarlehen besteht hier darin, dass die Kreditrate ausschließlich die Zinsen enthält, während die Tilgung aufgeschoben ist und erst bei Fälligkeit des endfälligen Darlehens vorzunehmen ist. Statt die eigentlich für die Tilgung gedachten Beträge dem Darlehen zuzuführen, zahlt der Kreditnehmer zum Beispiel Beiträge in eine Kapitallebensversicherung ein. Diese Versicherung ist zeitgleich mit dem endfälligen Darlehen fällig und die Auszahlungssumme wird dann dazu verwendet, das Darlehen zu tilgen.

Bauspardarlehen und KfW-Darlehen

Neben dem Annuitätendarlehen und dem endfälligen Darlehen wird in die Baufinanzierung oftmals auch noch ein Bauspardarlehen integriert. Dieses Bauspardarlehen kann man erhalten, wenn zuvor ein Bausparvertrag in ausreichendem Umfang bespart worden ist, sodass der Vertrag zuteilungsreif ist und das Bauspardarlehen ausgezahlt werden kann. Vorteilhaft am Bauspardarlehen ist vor allem der recht günstige Zinssatz und zudem bleibt die Kreditrate bis zur Fälligkeit stets auf dem gleichen Niveau.

Viele Kreditnehmer haben im Zuge einer Immobilienfinanzierung auch die Möglichkeit, ein KfW-Darlehen in Anspruch zu nehmen. Durch dieses von der KfW Bank vergeben Darlehen soll der private Wohnungsbau gefördert werden und vor allem dann, wenn das zu kaufende oder noch zu bauende Haus gewissen Energiespar-Standards entspricht, sollte man auf das KfW-Förderdarlehen nicht verzichten. Denn mitunter kann man einen Tilgungszuschuss von bis zu 5.000 Euro erhalten.

Wie wichtig ist ein Baufinanzierungs-Vergleich und worauf sollte geachtet werden?

Da es im Bereich der Baufinanzierung sehr viele Angebote am Markt gibt, ist ein Baufinanzierungs-Vergleich sehr wichtig. Man sollte keinesfalls sofort bei der Hausbank vor Ort eine Baufinanzierung durchführen, ohne sich zuvor über weitere Angebote informiert zu haben. Denn durch einen solchen Vergleich lässt sich auf Dauer teilweise eine Menge Geld einsparen, da schon kleinere Zinsdifferenzen zwischen den Anbietern wegen der recht langen Darlehenslaufzeiten und den hohen Zinssummen erhebliche Auswirkungen haben können.

Beim Vergleich der Darlehen sollte auf verschiedene Kriterien geachtet werden. Zunächst ist natürlich der Effektivzins zu vergleichen, den man beim jeweiligen Kreditgeber zahlen würde. Dabei muss man stets darauf achten, für welche Zinsgestaltung der Zinssatz gilt. Denn für ein Immobiliendarlehen mit einer Zinsfestschreibung von beispielsweise zehn Jahren wird ein anderer Zinssatz veranschlagt als für ein variabel verzinsliches Annuitätendarlehen.

Ebenfalls sollte beim Vergleich auf die Möglichkeit geachtet werden, ob und in welchem Umfang Sondertilgungen vorzunehmen sind. Zudem kann auch die Kondition der Bereitstellungszinsen ein nicht unwichtiges Vergleichskriterium sein, wenn man das zugesagte Darlehen nicht sofort in Anspruch nehmen kann/möchte.

Auch auf etwaige Gebühren der Baufinanzierung sollte beim Vergleich der Anbieter geachtet werden. Generell ist es beim Vergleichen wichtig, dass der genutzte Vergleichsrechner möglichst viele Angebote beinhaltet und dass die angezeigten Konditionen auch wirklich noch aktuell sind. Im Zweifelsfall ist es immer besser, zumindest die Konditionen des Anbieters, für den man sich letztendlich entschieden hat, auf dessen Webseite nochmals zu überprüfen.

Welche Unterschiede können bereits geringe Zinsdifferenzen mit sich bringen?

Wie schon kurz angeführt, ist der Baufinanzierungs-Vergleich vor allem deshalb so wichtig, weil schon geringe Zinsdifferenzen eine größere Auswirkung darauf haben, welche Zinssumme der Kreditnehmer im Laufe der Jahre zahlen muss. Was bereits kleine Zinsdifferenzen ausmachen können, soll anhand einer kurzen Beispielrechnung verdeutlicht werden.

Angenommen, man sucht nach einem Immobiliendarlehen über 250.000 Euro und hat zwei Angebote zur Auswahl. Das eine Kreditangebot beinhaltet einen Baukredite über den gewünschten Betrag mit einem Zinssatz von 4,25 Prozent und hat eine Zinsbindungsfrist von 20 Jahren. Das zweite Kreditangebot hat bis auf den Zinssatz die gleichen Konditionen, hier muss der Kreditnehmer lediglich einen mit 4,45 Prozent etwas höheren Zinssatz zahlen.

Auf den ersten Blick würde man dieser geringen Zinsdifferenz vielleicht gar keine große Bedeutung zumessen und sich eventuell sogar aufgrund von anderen Konditionen „leichtfertig“ für das teurere Angebot entscheiden. Tatsächlich ist die Differenz zwischen den Zinsen, die man in 20 Jahren beim Angebot A und beim Angebot B zahlen müsste aber durchaus erheblich. Denn der Unterschied von nur 0,20 Prozent führt dazu, dass beim teureren Angebot jährlich 500 Euro mehr an Zinsen gezahlt werden müssten. In 20 Jahren wären das also 10.000 Euro, die der Kreditnehmer mehr zahlen müsste, wenn er sich für das zweite Angebot entscheidet.

Kostenloses Angebot für Baufinanzierung anfordern

Wie Sie sehen, können bereits geringe Zinsunterscheide eine Baufinanzierung unnötig verteuern. Aus diesem Grund können Sie über das nachfolgende Formular ein kostenloses und unverbindliches Angebot für eine Baufinanzierung anfordern und vergleichen: