Gründe für die vergleichsweise hohen Zinssätze beim Dispokredit
Gerade auch in Zeiten von stetig fallenden Leitzinssätzen und entsprechend günstigen Kreditzinsen fragen sich viele Menschen, durch welche Aspekte sich die Zinssätze für Dispokredite berechnen und begründen lassen.
Die Gründe für die hohen Zinssätze auf den Dispositionskredit lassen sich im Wesentlichen in folgenden Argumentationen suchen:
- Das Kreditinstitut muss für die Kunden dauerhaft eine bestimmte Summe für die Verfügungsrahmen der Dispositionskredite bereitstellen und kann in dieser Zeit nicht mit dem Geld arbeiten.
- Gerade in der heutigen Zeit beobachten die Banken die zunehmende intensive Inanspruchnahme der Dispokredite. Im Vergleich zum Abrufkredit, bei welchem vorher umfangreichere Bewertungen erfolgen, sind Dispokredite direkt an das Girokonto gebunden und werden in der Regel unter vergleichsweise leichten Voraussetzungen vergeben. Für die Bank stellen Personen, die regelmäßig Ihren Disporahmen nutzen, in gewisser Weise eine erhöhte Ausfallgefahr dar. Begründet wird dies damit, dass die Personen entsprechend über Ihre eigentlich möglichen Lebensverhältnisse leben und somit langfristig gesehen die Gefahr eines Zahlungsausfalles durch Überschuldung steigt. Für viele Banken ist die regelmäßige Nutzung des Dispokredites zudem ein Anzeichen dafür, dass der Kunde entweder nicht an einer günstigeren Finanzierungsalternative interessiert ist, bzw. an anderer Stelle schon gar keinen Kredit mehr erhält.
- Die Bank lässt sich dieses erhöhte Ausfallrisiko in Verbindung mit der dauerhaft notwenigen Bereitstellung einer gewissen Disporahmens entsprechend durch höhere Gebühren vergüten.
